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Sozialdemokratischer Pressedienst

Der Sozialdemokratische Pressedienst war von 1924 bis 1933 und von 1946 bis 1995 die Nachrichtenagentur der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands. Er lieferte täglich Informationen sowie Meinungen mittels verschiedener journalistischer Darstel ...

                                               

Sozialdemokratismus

Sozialdemokratismus ist ein Vorwurf zur Diskreditierung und Verfolgung von alternativen Sozialismuskonzepten innerhalb staatssozialistischer Regierungsparteien. Oft, aber nicht ausschließlich, wurden damit Vertreter eines demokratischen Sozialism ...

                                               

Sozialistische Arbeiter-Jugend

Die Sozialistische Arbeiter-Jugend war ein sozialistischer Jugendverband im Umkreis der sozialdemokratischen Parteien in Deutschland und Österreich.

                                               

Die Unbesiegbaren

Im Jahr 1889 streiken die Bergarbeiter in Westfalen. Aus Berlin kommt der Schlosser Schulz zu ihnen, um ihnen Mut zuzusprechen und Geld von den Berliner Arbeitern zu überreichen. Im Gegensatz zum Leiter des Streiks ist der Ansicht, dass die Berga ...

                                               

Vaterlandslose Gesellen

Vaterlandslose Gesellen war im ausgehenden 19. Jahrhundert und frühen 20. Jahrhundert unter Wilhelm II. ein Schimpfwort für die deutschen Kommunisten, Sozialisten und Sozialdemokraten. Dieses Wort wird dem Kanzler Otto von Bismarck zugeschrieben, ...

                                               

Volkspark (Halle)

Der Volkspark ist ein Veranstaltungsgebäude in Halle. Er wurde 1906 von der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands als Vereinshaus errichtet und am 13. Juli 1907 eingeweiht. Der Bau gehört zu den größten und prominentesten Volkshäusern, die bis ...

                                               

Volkspost (1919–1934)

Die Volkspost war eine österreichische sozialdemokratische Wochenzeitung, die zwischen 1919 und 1934 in Wien erschien. Sie trug den Nebentitel sozialdemokratisches Wochenblatt für die Bezirke Schwechat, Hainburg und Bruck a. d. L. und war zeitwei ...

                                               

Die Voraussetzungen des Sozialismus und die Aufgaben der Sozialdemokratie

Die Voraussetzungen des Sozialismus und die Aufgaben der Sozialdemokratie ist ein 1899 veröffentlichtes Buch von Eduard Bernstein. Dieses Buch war eine Zusammenfassung und Erweiterung von zwei Artikeln aus den Jahren 1897 und 1899, die in der von ...

                                               

Waschsalon im Karl-Marx-Hof

Das Rote Wien im Waschsalon Karl-Marx-Hof ist eine seit 1. Mai 2010 bestehende Dauerausstellung zum Thema Rotes Wien im Karl-Marx-Hof, dem im 19. Bezirk errichteten bekanntesten Gemeindebau Wiens aus dieser Zeit. Die Ausstellung umfasst vier Bere ...

                                               

Liste der Fürstenbahnhöfe

Der Fürstenbahnhof oder – in einem bestehenden Empfangsgebäude – das Fürstenzimmer sind gesonderte Empfangsanlagen einer Eisenbahn, die hoch gestellten Persönlichkeiten zum Warten und Aufenthalt sowie zum Empfang und zur Verabschiedung von Gästen ...

                                               

Liste der Eisenbahnvereine im Direktionsbezirk Mainz

Die Liste der Eisenbahnvereine im Direktionsbezirk Mainz enthält die Eisenbahnvereine, die im Bereich der früheren Eisenbahndirektion, später Reichsbahndirektion, zum Schluss: Bundesbahndirektion Mainz bestanden.

                                               

Aktivdienst

Aktivdienst heisst in der Schweiz der Einsatz der Schweizer Armee zur Abwehr von äusseren Gefahren oder inneren Gefahren. Er unterscheidet sich damit vom Assistenzdienst, bei dem die Truppe zivile Behörden unterstützt und unter ihrer Leitung eing ...

                                               

Anthropometrie

Anthropometrie ist die Lehre der Ermittlung und Anwendung der Maße des menschlichen Körpers. Anthropometrie wird vor allem in der Ergonomie zur Gestaltung von Arbeitsplätzen, Fahrzeugen, Werkzeugen und Möbeln gebraucht, sowie im Arbeitsschutz zur ...

                                               

Arbeiterkolonie

Der Ausdruck Arbeiterkolonie bezeichnet die Ende des 19. / Anfang des 20. Jahrhunderts entstandenen sozialen Einrichtungen für arme Wanderarbeiter und Obdachlose. In verwandtem Sinn wurden die Bezeichnungen Wanderhof, Wanderarbeitsstätte oder Her ...

                                               

Archiv für die Geschichte des Sozialismus und der Arbeiterbewegung

Das Archiv für die Geschichte des Sozialismus und der Arbeiterbewegung wurde von Carl Grünberg begründet und von 1911 bis 1930 herausgegeben. Das Grünberg-Archiv erschien zunächst dreimal jährlich, später nur noch als Jahrbuch. Ab 1923/24 war es ...

                                               

Archiv für Sozialgeschichte

Das Archiv für Sozialgeschichte ist eine seit 1961 erscheinende geschichtswissenschaftliche Fachzeitschrift. Anfangs konzentrierte sie sich auf die deutsche Arbeiterbewegung. Heute versteht sich die Zeitschrift der neueren Gesellschaftsgeschichte ...

                                               

Armenarzt

Der Armenarzt, früher auch Ptochiater oder auch Medicus pauperum, war ein Arzt, der im 19. Jahrhundert mittellose Kranke kostenlos ärztlich versorgte und dafür aus der Gemeindekasse besoldet wurde. Der Ptochiater arbeitete dazu auch im Ptochodoch ...

                                               

Besiedlungsgeschichte Europas

Die Besiedlungsgeschichte Europas zwischen dem 6. und 2. Jahrtausend v. Chr. ergibt anhand von DNA-Proben jungsteinzeitlicher Skelettfunde aus dem Mittelelbe-Saale-Gebiet Hinweise auf vier wesentliche Migrationsereignisse. Einem internationalen F ...

                                               

Bürgerrolle

Bürgerrolle ist die Bezeichnung für ein Personenverzeichnis, in dem jener Teil der städtischen Bevölkerung aufgeführt wurde, dem Bürgerrechte zuerkannt wurden. Im südwestdeutschen und schweizerischen Sprachgebrauch wird bis heute dafür synonym de ...

                                               

Bursche

Das Wort Bursche pl.: Burschen oder Bursch pl. Bursche leitet sich wohl von lat. bursa ‚Beutel ab und bezeichnet ursprünglich allgemein eine finanzielle Gemeinschaft. Das Wort findet sich für Stipendiaten ebenso wie für bursgesell als Söldner, bu ...

                                               

Deindustrialisierung

Deindustrialisierung bezeichnet Prozesse sozialen oder wirtschaftlichen Wandels, die verursacht werden durch eine Schrumpfung der industriellen Sektoren, vor allem der Schwer- und verarbeitenden Industrie, in einem Land oder einer Region. Das Geg ...

                                               

Deutschenschwemme

Deutschenschwemme ist ein ursprünglich für das Verhalten einiger Urlauber aus Deutschland geprägtes polemisches Schlagwort, das später in Österreich und der Schweiz unter anderem für die starke Nachfrage von "Numerus-clausus-Flüchtlingen" aus Deu ...

                                               

Dorfgemeinschaft (Ethnologie)

Als Dorfgemeinschaft bezeichnet die Anthropologie und die Ethnologie eine soziale Gruppe von mehreren hundert traditionellen Bodenbauern, die als Zweckgemeinschaft sesshaft an einem bestimmten Ort wohnen. Im Gegensatz zu Wanderfeldbauern und Noma ...

                                               

Ehrbarkeit

Ehrbarkeit bezeichnet eine Gesellschaftsschicht, die sich im ausgehenden Mittelalter und der frühen Neuzeit herausbildete. Sie stellte die städtische Oberschicht dar, die sich durch berufsständische Patrizier, Großkaufleute und Gelehrte, besitzst ...

                                               

Einlieger

Einlieger bezeichnete noch Anfang des 20. Jahrhunderts jemanden, der kein eigenes Haus besitzt und deshalb zur Miete wohnt. Der Begriff entstand über grundbesitzlose Landarbeiter, die sich bei Bauern einmieteten und dafür arbeiteten. Auch die Beg ...

                                               

Elendsalkoholismus

Der Begriff Elendsalkoholismus wurde im 20. Jahrhundert geprägt und wird in der Literatur verwendet für die Beschreibung von Alkoholismus als Massenphänomen der unteren Bevölkerungsschichten als Folge von Armut und Pauperismus, vor allem in Zusam ...

                                               

Erste Grafschaft Portucale

Auf dem Territorium des späteren Portugal entwickelte sich ab 868 in der Gegend um Porto die "erste" Grafschaft Portucale im Bestand des Königreiches Asturien-León. Ausgangspunkt dafür war die Presúria von Portucale durch Vímara Peres im Auftrag ...

                                               

Fahrendes Volk

Fahrendes Volk bezeichnet eine Vielfalt von Bevölkerungsgruppen der unteren und untersten Ränge vor allem der vormodernen ständischen Gesellschaft. Gemeinsam waren diesen sehr unterschiedlichen vagierenden Individuen und Gruppen verschiedener Her ...

                                               

Familienegoismus

Familienegoismus ist ein volkskundlicher Ausdruck für eine früher verbreitete Einstellung in der Altsiedellandschaft, dass Denken und Handeln alleine auf die eigene Familie ausgerichtet ist. Den anderen Familien wird mit dieser Einstellung großes ...

                                               

Ferme générale

Die Ferme générale war eine im absolutistischen Frankreich von Jean-Baptiste Colbert im Jahre 1681 gegründete Institution, deren Zweck in der Erhebung von Steuerpachten bestand. Colbert war 1668 von Louis XIV zum Staatssekretär des Königlichen Ha ...

                                               

Findelkind

Findelkind ist eine Bezeichnung für ein aufgefundenes Kind, das zuvor von den Eltern ausgesetzt wurde. Diese Kinder im Säuglingsalter werden oft mit der Hoffnung zurückgelassen, dass sie jemand finden und aufnehmen möge. Seit dem Zeitalter der Au ...

                                               

Freistelle

Als Freistelle wurde früher die Möglichkeit bezeichnet, eine Schule besuchen zu können, ohne Schulgeld bezahlen zu müssen. Dies betraf vorwiegend begabte Kinder aus armen Familien. An den Schulen, wo auch heute noch Schulgeld zu zahlen ist, wird ...

                                               

Fürstenbahnhof

Fürstenbahnhof oder – in einem bestehenden Empfangsgebäude – das Fürstenzimmer sind gesonderte Empfangsanlagen einer Eisenbahn, die hochgestellten Persönlichkeiten zum Warten und Aufenthalt sowie zum Empfang und zur Verabschiedung von Gästen dien ...

                                               

Gegenbewegung

Als Gegenbewegung wird in den Naturwissenschaften die Richtung einer Bewegung bezeichnet, die der vorherrschenden oder zu erwartenden Bewegung entgegen läuft. In Physik und Technik benutzt man z. B. das Gegenstromprinzip, die Gegeninduktion oder ...

                                               

Geschichte der Gehörlosen

Die Geschichte der Gehörlosen befasst sich neben der Geschichte der gehörlosen Menschen selbst auch mit den wechselnden kulturellen Auswirkungen von Gehörlosigkeit und die damit befassten Institutionen.

                                               

Geschichte der Gehörlosen (1500–1700)

Dieser Artikel befasst sich mit der Geschichte der Gehörlosen bzw. der Deaf History im 16. und 17. Jahrhundert. Er enthält einführende Anmerkungen und die ersten bekannten Ereignisse und Daten aus dem 16. und 17. Jahrhundert von Melchior de Yebra ...

                                               

Geschichte der Gehörlosen (1700–1880)

Dieser Artikel befasst sich mit der Geschichte der Gehörlosen bzw. der Deaf History im 18. Jahrhundert, die Zeit des Samuel Heinicke und des Abbé de l’Epée, sowie das 19. Jahrhundert, die Zeit von Abbé Sicard, Eduard Fürstenberg, Thomas Hopkins G ...

                                               

Geschichte der Gehörlosen (nach 1880)

Dieser Artikel befasst sich mit der Geschichte der Gehörlosen beziehungsweise der Deaf History vom Mailänder Kongress von 1880 bis ins 21. Jahrhundert.

                                               

Gemeingefährlich

Als gemeingefährlich werden in der Rechtssprache Handlungen und Situationen bezeichnet, die eine Gefahr nicht nur für einzelne bestimmte Personen, sondern für die Allgemeinheit darstellen. Eine Handlung ist dann gemeingefährlich, wenn der Täter s ...

                                               

Generalpächter

Generalpächter hießen ursprünglich die Hauptpächter von Zöllen, Monopolen und anderen Steuern, die ihrerseits ihre Rechte meist an Unterpächter übertrugen. Diese Einrichtung wurde aber in Deutschland bereits 1790 aufgehoben. Sie bestand nur in de ...

                                               

Geschulte

Auch in der Stadt zeichnen sich die Männer diese sozialen Schicht der mittleren Beamten und Angestellten, der Lehrer und Schreiber dadurch aus, dass die Fähigkeit zum Lesen und Schreiben, bei Steuereinnehmern auch zum Rechnen, eine größere Rolle ...

                                               

Gesindezwangsdienst

Der Gesindezwangsdienst, auch Gesindezwang, Zwangsgesindedienst oder Gesindedienstpflicht genannt, war eine besondere Form von Dienstverpflichtung. Sie ist als Ausdruck feudaler Abhängigkeit zu verstehen. Sie wurde später durch die Gesindeordnung ...

                                               

GroSstadt-Dokumente

Die Großstadt-Dokumente waren eine Veröffentlichungsreihe, die von dem Berliner Schriftsteller und Kulturwissenschaftler Hans Ostwald zwischen 1904 und 1908 im Verlag Hermann Seemann Nachfolger G.m.b.H. herausgebracht wurden. Insgesamt umfasste d ...

                                               

Habitué

Als Habitué, Plural Habitués, wird ein ständiger Gast in einem Salon, bei einem Jour fixe oder sonst einer regelmäßigen halbprivaten Zusammenkunft bezeichnet. Der Begriff findet in der Regel nur noch in historischem Kontext Anwendung, so vor alle ...

                                               

Heimerziehung

Unter Heimerziehung wird die Hilfe zur Erziehung in einer Einrichtung verstanden, in der Kinder und Jugendliche über Tag und Nacht pädagogisch betreut werden, um sie durch eine Verbindung von Alltagserleben mit pädagogischen und therapeutischen A ...

                                               

Heiratskreis

Als Heiratskreis wird ein räumlich und sozial begrenztes Umfeld bezeichnet, aus dem in der Regel der Partner für eine Eheschließung gewählt wird. Für jede soziale Schicht, Klasse, Berufsgruppe oder ähnliche Einteilung lässt sich für einen bestimm ...

                                               

Heqdesh

Heqdesh, auch Hekdesh oder Hekdesch, eingedeutscht Heckhaus, ist die veraltete Bezeichnung für ein jüdisches Armen- und Krankenhaus. In Deutschland und Österreich entstanden die Heqdeschoth, oftmals auch Judenspitäler genannt, im ausgehenden Mitt ...

                                               

L’Histoire silencieuse des Sourds

L’Histoire silencieuse des Sourds ist die erste Ausstellung zur Geschichte der Gehörlosen und der französischen Gebärdensprache, die vom 19. Juni 2019 bis zum 6. Oktober 2019 im Panthéon in Paris stattfindet. Es ist eine Einführung in die Geschic ...

                                               

Hochfinanz

Der Begriff Hochfinanz bezeichnet eine Gruppe im Establishment, die aufgrund ihres wirtschaftlichen Einflusses politische Macht angehäuft hat und diese hauptsächlich über private Banken ausübt. Ursprünglich gemeint war die politische Einflussnahm ...

                                               

Höhlenmensch

Ein Höhlenmensch ist der Bewohner einer Höhle oder eines Abri. Der Begriff war insbesondere im 19. Jahrhundert als Synonym für den Urmenschen gebräuchlich und basiert auf der Antikenrezeption, ähnlich wie zum Beispiel der Begriff der Venusfigurin ...

                                               

Honoratioren

Mit Honoratioren bezeichnet man Bürger, die aufgrund ihres herausgehobenen sozialen Status im überwiegend kleinstädtischen Milieu, aber auch größeren Dörfern, großes Ansehen genießen und dort gegebenenfalls informellen Einfluss ausüben können. Ty ...

                                               

Horde (Wildbeuter)

Als Horde bezeichnet die Anthropologie und die Ethnologie eine kleine, selbständige soziale Gruppe von etwa 20 bis 100 Jägern und Sammlern, die zusammenleben und meist durch Abstammung oder Heirat untereinander verwandt sind. Wildbeuterhorden bes ...

                                               

Hospital

Hospital bzw. Spital ist eine Bezeichnung für Pflegeheime und Altenheime. Ursprünglich bezeichnete es seit dem 4. Jahrhundert die meist christlich geführten Pilgerherbergen und Armenhäuser, seit Ende des 18. Jahrhunderts auch als Ort der Krankenb ...

                                               

Hungerbrot

Als Hungerbrot wird ein in Notzeiten gebackenes Brot bezeichnet. Teils wurde das knappe Mehl gestreckt, teils die Größe des Brotlaibs verringert, so dass man zum früheren Preis eines Brotes nur noch eine Art Semmel erhielt. Am besten ist das Phän ...

                                               

Das immaterielle Erbe

Das immaterielle Erbe: Eine bäuerliche Welt an der Schwelle zur Moderne ist ein Buch von Giovanni Levi. Es erschien erstmals 1985 im Verlag Giulio Einaudi. Levi untersucht darin das Verhältnis der nichtelitären Gesellschaftsschicht zur Herrschaft ...

                                               

Importsubstituierende Industrialisierung

Die importsubstituierende Industrialisierung ist eine handelspolitische Strategie von Entwicklungsländern, welche die inländische Produktion fördern soll. Bei der Importsubstitution wird versucht, Einfuhren in das Entwicklungsland durch Importres ...

                                               

Industrialisierung

Industrialisierung ist innerhalb eines Staates ein Prozess, während dessen sich ein Agrarstaat zu einem Industriestaat entwickelt. Das Gegenteil ist die Deindustrialisierung.

                                               

Industriekultur (Zeitschrift)

Die Zeitschrift Industriekultur erscheint im Verlag Klartext. Sie behandelt Themen über Denkmalpflege, Landschaft, Sozial-, Umwelt- und Technikgeschichte.

                                               

Inwohner

Inwohner oder die Pluralform Inleute sind vorzufinden) ist eine Bezeichnung mit regional unterschiedlicher Bedeutung. In vielen Gegenden, z. B. in Süddeutschland, in Sachsen und auch in Österreich, wurden damit im Mittelalter und in der frühen Ne ...

                                               

Jesusbewegung

Der Begriff Jesusbewegung wird im Rahmen einer sozialwissenschaftlich orientierten Historischen Jesusforschung häufig für Jesus von Nazaret und seine Anhänger gebraucht.

                                               

Jeunesse dorée

Der Begriff Jeunesse dorée stammt aus dem Französischen und steht, laut Duden, für eine Jugend, die ihren Ursprung in der reichen oberen Gesellschaftsschicht hat und deren Lebensstil von luxuriösen Vergnügungen geprägt ist. Die Wurzeln des Begrif ...

                                               

Jour fixe

Ein Jour fixe ist ein in einer kleinen Gruppe von Personen fest vereinbarter, regelmäßig wiederkehrender Termin, zum Beispiel "jeder zweite Donnerstag im Monat". In der Arbeitswelt wird zu diesem Regeltermin meist eine Besprechung durchgeführt.

                                               

Kapitalist

Ein Kapitalist verfügt über eine Summe von ökonomischen Werten, die er planmäßig dazu einsetzt, um eine größere Summe als zuvor eingesetzt zurückzuerhalten. Für den entsprechenden Investitionsprozess trägt er selbst das wirtschaftliche Risiko. Ei ...

                                               

Sozialgeschichte des Klaviers

Die Sozialgeschichte des Klaviers ist eine historische Betrachtung der Rolle des Instruments in der Gesellschaft. Das Klavier wurde am Ende des 17. Jahrhunderts erfunden und etablierte sich in der westlichen Gesellschaft seit Ende des 18. Jahrhun ...

                                               

Kliodynamik

Kliodynamik ist ein neuer multidisziplinärer Forschungsansatz, historische Entwicklungen mathematisch zu modellieren. Die Kliodynamik erforscht dynamische Prozesse in der Geschichte. Berührungspunkte gibt es zu der von Nikolai Kondratiev, Joseph ...

                                               

Kliometrie

Kliometrie, auch New Economic History oder Historical Economics, ist eine Forschungsperspektive der Wirtschaftsgeschichte, die fußend auf wirtschaftswissenschaftlicher Theorie mit quantitativen Methoden versucht, wirtschaftshistorische Erkenntnis ...

                                               

Landschafts-Apotheke

Landschafts-Apotheken waren Apotheken in Niederösterreich, die von den Landständen errichtet wurden und von diesen auch betrieben wurden. Neben Ärzten sollten Apotheken auch in Zeiten, wo keine Seuchen oder andere Krankheiten grassieren, also in ...

                                               

Lebkuchenkrieg

Als Lebkuchenkrieg werden soziale Unruhen im Dezember 1515 in der Stadt Zürich bezeichnet, welche im Zusammenhang mit den Ursachen der Bauernaufstände und der Reisläuferei im frühen 16. Jahrhundert betrachtet werden können.

                                               

Giovanni Levi

Nach seiner Schulzeit in Turin und Genua studierte Giovanni Levi von 1958 bis 1964 Geschichte an der Universität Turin, wo er anschließend in verschiedenen Assistenztätigkeiten als Neuzeithistoriker wirkte. Von 1971 bis 1983 lehrte er Wirtschafts ...

                                               

Medicinische Policey

Unter dem Stichwort Medicinische Policey versuchten Landesherren und städtische Obrigkeiten seit dem 17. Jahrhundert für ihre Territorien ein verbessertes Gesundheitswesen einzurichten und durchzusetzen. Den Heilermarkt teilten sich vier Heilergr ...

                                               

Mesalliance

Mesalliance bezeichnet in der mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Ständegesellschaft eine Eheschließung zwischen Partnern, die verschiedenen Gesellschaftsschichten angehörten. Die Folgen trafen in der Regel besonders Nachkommen aus solchen Ve ...

                                               

Naturalverpflegungsstation

Als Naturalverpflegungsstation oder Naturalverpflegungsanstalt bezeichnete man ab dem 19. Jahrhundert Einrichtungen, die mittellosen, aber arbeitsfähigen und arbeitsuchenden, umherziehenden Personen Verpflegung und Nachtlager gewährten. Der Zweck ...

                                               

Neolithische Revolution

Als neolithische Revolution wird das erstmalige Aufkommen erzeugender Wirtschaftsweisen, der Vorratshaltung und der Sesshaftigkeit in der Geschichte der Menschheit bezeichnet. Dies löste in einigen Gebieten die Lebensweise der reinen Jäger und Sa ...

                                               

Neolithisierung

Als Neolithisierung wird die Verbreitung des Ackerbaus und der Viehhaltung mit Beginn des Neolithikums bezeichnet. Der Beginn der neuen Lebensweise im fruchtbaren Halbmond wurde von Gordon Childe als "Neolithische Revolution" bezeichnet.

                                               

Notabeln

Notabeln waren die Angehörigen der sozialen Oberschicht, deren Ansehen auf einem hohen Rang, besonderen Verdiensten oder einem großen Vermögen beruhte. Entscheidend für die Mitgliedschaft in diesem "Personenkreis" war die Berufung durch den franz ...

                                               

Patientengeschichte

Patientengeschichte ist ein Teilgebiet der Sozialgeschichte der Medizin. Sie erforscht die Sichtweise von Patienten und Patientinnen auf ihr Leiden und die in diesem Zusammenhang von Ärzten oder Angehörigen anderer Heilberufe vollzogenen medizini ...

                                               

Peuplierung

Peuplierung bezeichnet die planmäßige Besiedlung eines nicht oder vergleichsweise dünn besiedelten Gebietes; sie ist somit eine Maßnahme der Bevölkerungspolitik. Im engeren Sinne meint Peuplierungspolitik eine im 17. bis 18. Jahrhundert praktizie ...

                                               

Plette

Mit Plette oder Plet wurde eine Art Gutschein bezeichnet, der von jüdischen Gemeinden in Deutschland, Polen und angrenzenden Ländern zur Versorgung durchreisender Bedürftiger ausgegeben wurde. Das System war von Ende des 15. Jahrhunderts bis ins ...

                                               

Prestenhaus

Ein Prestenhaus war im Mittelalter und der Frühen Neuzeit eine Einrichtung zur Aufnahme von Menschen mit langwierigen, unheilbaren Krankheiten oder psychischen Beschwerden. Es gab Personen, welche über mehrere Jahre, teilweise fast die Hälfte ihr ...

                                               

Presura

Die Presura war bis ins 11. Jahrhundert hinein die auf der Iberischen Halbinsel vorherrschende Form der christlichen Landnahme im Rahmen der Reconquista. Sie wurde meist von Königen, Adligen, Bischöfen oder Äbten vollzogen. Die Presura war die so ...

                                               

Provinzialisierung

Unter Provinzialisierung versteht man einen geopolitischen Entwicklungsprozess, bei dem ein ehemals eigenständiges, bedeutendes Gebiet einer neuen Herrschaft unterstellt wird und damit an Bedeutung verliert.

                                               

Prügelknabe

Prügelknabe bezeichnete in feudaler Zeit einen Jungen niederen Ranges, der an Höfen anstelle des adeligen Nachwuchses bestraft wurde, wenn eine direkte Bestrafung der adeligen Kinder aufgrund des geringeren Ranges des Strafenden nicht zulässig wa ...

                                               

Relativlohn

Der Begriff Relativlohn stellt ein Instrument zur Berechnung der sozialen und ökonomischen Situation von Arbeitnehmern und Besitzern von Produktionsmitteln dar. Der Begriff wurde von Jürgen Kuczynski herausgearbeitet und diente ihm als Basis für ...

                                               

Rentier (Person)

Ein Rentier ist eine Person, die von regelmäßigen Zahlungen aus in Aktien oder Anleihen angelegtem Kapital, der Vermietung von Immobilien oder der Verpachtung von Land lebt. Die heute nur noch selten gebrauchte Bezeichnung "Rentier" ähnelt inhalt ...

                                               

Repoblación

Repoblación ist ein spanischer Begriff für die Wiederbesiedlung eroberter Gebiete auf der Iberischen Halbinsel im Rahmen der mittelalterlichen Reconquista. Diese Gebiete waren im Verlauf der Kämpfe zwischen Christen und Muslimen teilweise oder ga ...

                                               

Richtebrief

Der Richtebrief von 1304 ist das älteste erhaltene Stadtrecht der mittelalterlichen Reichsstadt und Stadtrepublik Zürich. Erwähnt werden Richtbriefe in Zürich seit Mitte des 13. Jahrhunderts, so um 1250, 1281 und 1291 – sie sollten den Frieden un ...

                                               

Ruhebänke im Elsass

Die Ruhebänke im Elsass sind öffentliche Ruhebänke, die im 19. Jahrhundert im Elsass in zwei Phasen aufgestellt wurden. Die meisten der heute noch existierenden Ruhebänke sind als Kulturdenkmal geschützt.

                                               

Säuglingsheim

Das Säuglingsheim ist eine Fürsorgeeinrichtung für die vorübergehende oder ständige Betreuung von gesunden, verlassenen, verwaisten oder ausgesetzten Säuglingen und Kleinkindern, die u. a. von Säuglingspflegerinnen oder -krankenschwestern betreut ...

                                               

Shinōkōshō

Shinōkōshō bezeichnet das Vier-Stände-System im früh-neuzeitlichen Japan der Edo-Zeit, also die soziale und wirtschaftliche Ordnung zwischen dem 17. und 19. Jahrhundert. Die Bevölkerung wurde je nach Beruf und Herkunft in 4 Stände aufgeteilt. Den ...

                                               

Söllner (soziale Schicht)

Weitere Kategorien dieser Gesellschaftsschichten waren die Sessionsbauern, die sowohl Land als auch Haus hatten, sowie die Inwohner, die weder das eine noch das andere besaßen. Diese Unterteilung geschah jedoch rein nach sozialen Kriterien und ni ...

                                               

Sozialfigur

Als Sozialfigur wird in Soziologie, Sozialgeschichte und Kulturgeschichte der Idealtyp einer zeitgebundenen historischen Gestalt bezeichnet, anhand derer ein spezifischer Blick auf die jeweilige Gesellschaft geworfen werden kann.

                                               

Sozialgeschichte der Literatur

Die Sozialgeschichte der Literatur ist eine in den 1960er und 1970er Jahren aufgekommene, an der sozialen Entwicklung orientierte geschichtliche Betrachtung der Literatur, ihrer Produktion und Rezeption, ihres Gehalts und ihrer Gestalt. Sie verst ...

                                               

Sozialgeschichte der Philosophie

Eine Sozialgeschichte der Philosophie behandelt die Wechselwirkungen zwischen Philosophie und Gesellschaft. Solche Wechselwirkungen sind in beiden Richtungen möglich. Das Aufkommen der Sozialgeschichte förderte auch entsprechende Schwerpunkte im ...

                                               

Sozietätsgeschichte

Die Sozietätsgeschichte behandelt als Teil der Kommunikationsgeschichte historische Personenverbünde und Netzwerke, insbesondere die Geheimbünde, Orden, Clubs und Vereine und andere vor allem im 18. Jahrhundert auftauchende überständische, vorwie ...

                                               

Spinnen (Umgangssprache)

Der umgangssprachliche Gebrauch des Verbs "spinnen" ist pejorativ und lässt sich umschreiben mit: "törichten Gedanken anhängen; wunderliche Gedanken hegen; nicht recht bei Verstand sein, bzw. mit grübeln, ausklügeln; phantasieren, überspannt sein ...

                                               

Spinnhaus

Als Spinnhaus wurden ab dem 16. Jahrhundert Strafanstalten bezeichnet, in denen in der Regel Frauen untergebracht wurden, die verarmt waren, bettelten oder die man beschuldigte, der Prostitution nachgegangen zu sein. Der Name bezieht sich auf die ...

                                               

Stamm (Gesellschaftswissenschaften)

Stamm – im deutschen Sprach- und Kulturraum auch speziell Volksstamm – bezeichnet eine relativ wenig komplexe gesellschaftliche Organisationsform, deren Mitglieder durch die oft mythische Vorstellung einer gemeinsamen Abstammung, sowie durch Spra ...

                                               

Steinzeitliche Parallelgesellschaften

Steinzeitliche Parallelgesellschaften war die etwa 2000 Jahre dauernde Koexistenz von mesolithischen Jägern und Sammlern und neolithischen Ackerbauern im heutigen Nordrhein-Westfalen. Dieser Umstand ist durch paläoanthropologische mtDNA-Analysen ...

                                               

Steuerpacht

Die Steuerpacht ist ein Verfahren zur Steuererhebung, bei dem ein Staat Steuern und Abgaben nicht selbst einzieht, sondern über Privatleute, an die Steuereinnahmen gegen Vorkasse oder laufende Zahlungen verpachtet werden. Die Zahlungen der Steuer ...

                                               

Subsidiaritätspflicht

Die sogenannte Subsidiaritätspflicht = Hilfsgelder vom Staat) ist erstmals im Mittelalter in Erscheinung getreten und existiert noch bis heute. Diese Pflicht impliziert soziale Hilfsmaßnahmen eines Staates oder einer Regierung, sozial Schwachen z ...

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