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ⓘ Martin Hyun ist ein ehemaliger deutscher Eishockeyspieler koreanischer Herkunft und Autor, der über seine sportlichen Erfolge hinaus auch mit Aussagen zum Thema ..

Martin Hyun
                                     

ⓘ Martin Hyun

Martin Hyun ist ein ehemaliger deutscher Eishockeyspieler koreanischer Herkunft und Autor, der über seine sportlichen Erfolge hinaus auch mit Aussagen zum Thema Integration bekannt geworden ist. Er war der erste koreanischstämmige Eishockeyspieler in der Deutschen Eishockey Liga. Von 2015 bis 2018 war Hyun sporttechnischer Leiter für den Bereich Eishockey und Sledge-Hockey der Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2018 im südkoreanischen Pyeongchang.

                                     

1. Karriere

Bereits in seiner Jugend spielte Hyun für den Krefelder Eislauf Verein KEV, zu dessen Amateurmannschaft er ab der Saison 1995/96 gehörte. Nach guten Leistungen im Farmteam der Krefeld Pinguine wurde Hyun in der Saison 1996/97 von dem damaligen Cheftrainer der Pinguine, Miroslav Berek, in den Profikader berufen. Bei einem Vorbereitungsspiel gegen die Duisburger Füchse gelangen dem erst 17-jährigen Stürmer zwei Tore. Die Saison verbrachte Hyun vorwiegend im Farmteam der Pinguine und beendete diese mit zwölf Punkten in 27 Spielen.

Ausgestattet mit einer Förderlizenz der Krefeld Pinguine wechselte Hyun in die Vereinigten Staaten. Dort spielte er für die renommierten High-School-Teams Benilde-St. Margaret’s im US-Bundesstaat Minnesota und Northwood Prep in Lake Placid im Staate New York. In Minnesota und New York gehörte Hyun stets zu den Leistungsträgern seiner Mannschaft. Nach einer erfolgreichen Saison in New York wurde Hyun von zahlreichen Collegemannschaften umworben, unter anderem dem Colby College und dem College of the Holy Cross, die der Division I der National Collegiate Athletic Association angehören. Letztlich entschied sich Hyun für die St. Michael’s Purple Knights des St. Michael’s College aus dem Bundesstaat Vermont zu spielen. Auch bei den Purple Knights gehörte Hyun zu den Leistungsträgern seines Teams und konnte in seiner Rookiesaison 15 Punkte in 25 Spielen erzielen. In seiner vorletzten Saison mit den St. Michael’s College Purple Knights wurde er Northeast-Champion der Eastern Collegiate Athletic Association der Division II.

Nach Beendigung seines Politikstudiums am St. Michael’s College in Vermont wechselte Hyun in die belgische Eredivisie, wo er von den Chiefs Leuven unter Vertrag genommen wurde. In Belgien schrieb sich Hyun für ein Magisterstudiengang in International Relations der englischen Universität Kent at Canterbury ein. In der Saison 2004/05 erfolgte der Wechsel zu seinem Heimatverein Krefeld Pinguine in die Deutsche Eishockey Liga. Zur Erinnerung an die Gastarbeitergeschichte seiner koreanischen Eltern, die 1970 und 1971 nach Deutschland kamen, trug er die Nummer 71. Sein erstes DEL-Spiel absolvierte Hyun am 17. September 2004 gegen die Kölner Haie. Damit war Hyun nun offiziell der erste Spieler mit koreanischen Wurzeln, der jemals ein DEL-Spiel bestritt.

Von 1994 bis 1998 durchlief der Rechtsaußen alle Juniorennationalmannschaften des Deutschen Eishockey-Bundes und nahm an der World U-17 Hockey Challenge 1995 im kanadischen Moncton in der Provinz New Brunswick teil. Trotz anderer Offerten, unter anderem auch aus der neu formierten Asia League Ice Hockey, beendete Hyun seine junge Profikarriere, um sich in seiner neuen beruflichen Karriere zu orientieren.

                                     

2. Studium und Beruf

Hyun ist Politikwissenschaftler und im Besitz eines Master of Arts in International Relations von der englischen University of Kent at Canterbury. Sein Bachelorstudiengang in Politikwissenschaften mit Nebenfach International Business absolvierte er am St. Michael’s College im amerikanischen Bundesstaat Vermont. Nachdem Hyun seine aktive Sportlerlaufbahn beendete, fing er im Parlamentsbüro des ehemaligen südkoreanischen Ministers für Gesundheit und Soziales Kim Chong-in zu arbeiten. Auf Grund seines Engagements in der Völkerverständigung zwischen Deutschland und Korea wurde Hyun im Jahr 2005 in den Wiedervereinigungsrat des koreanischen Präsidenten Roh Moo-hyun Advisory Council on Democratic and Peaceful Unification berufen. Während des Staatsbesuches des südkoreanischen Präsidenten Roh Moo-hyun am 11. April 2005 wurde Hyun von Bundespräsident Horst Köhler ins Schloss Charlottenburg eingeladen. Dort überreichte Hyun dem Bundespräsidenten ein Trikot der Krefeld Pinguine. Im September 2008 veröffentlichte der Eb-Verlag aus Hamburg sein Debüt-Werk "Lautlos-Ja Sprachlos-Nein: Grenzgänger zwischen Deutschland und Korea". Das Buch setzt sich mit dem Schicksal seiner Landsleute auseinander. Dabei erhält Hyun prominente Unterstützung von seinem Freund Wladimir Kaminer. In Kaminers Buch "Salve Papa" erzählt er im Kapitel "Die Begabung" über Hyun. Im Jahr 2010 reisten Kaminer und Hyun auf Einladung des Goethe-Instituts nach Südkorea. Neben einer gemeinsamen Literaturperformance wurde auch Kaminers Russendisko veranstaltet. Als Vertreter eines koreanischen Migrantenverbandes nahm Hyun im September 2008 an der Jahreskonferenz Forum Demographischer Wandel teil, die von Bundespräsident Horst Köhler und der Bertelsmann Stiftung initiiert wurde. Hyun gehörte der ersten Staffel des Leadership-Programms der Bertelsmann Stiftung an, einem Netzwerk für Führungskräfte aus Migrantenselbstorganisationen.

                                     

3. Soziales und politisches Engagement

Im Europäischen Jahr des interkulturellen Dialogs 2008 engagierte er sich zudem als einer von insgesamt 12 Ehrenbotschaftern in Deutschland. Ziel der Kampagne der Europäischen Kommission war es, die Menschen in allen 27 EU-Ländern über die Vorteile von Vielfalt zu informieren und sie für einen interkulturellen Austausch zu begeistern. Im Jahr 2010 gründete Hyun die Initiative Hockey is Diversity, ein Bund von aktuellen und ehemaligen deutschen Eishockeyspielern mit Migrationshintergrund. Bereits während seiner aktiven Zeit als Krefeld Pinguine Spieler konnte Hyun eine Gruppe von Persönlichkeiten aus dem Sport-, Film- und Gesellschaftsbereich gewinnen u. a. der Filmproduzent Christian Becker, an jedem Heiligabend seit 2004 in der Kinderkrebsklinik des Klinikums Krefeld, Geschenke an die erkrankten Kinder zu verteilen. Seit 2010 engagiert sich Hyun als Pate für die Kampagne Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage. Im Juni 2012 erschien sein zweites Buch "Ohne Fleiß kein Reis: wie ich ein guter Deutscher wurde". Der Schriftsteller und Kolumnist ist ebenso Geistesvater der deutsch-koreanischen Gemeinschaftsbriefmarke, die am 21. Juni 2013 von Bundespräsident Joachim Gauck in Goslar feierlich präsentiert wurde und an das 50-jährige deutsch-koreanische Anwerbeabkommen 1963–2013 und 130 Jahre diplomatische Beziehungen erinnern soll.

                                     

4. Leben

Martin Hyun wuchs als mittlerer von zwei Geschwistern in Krefeld auf. Er ist Sohn südkoreanischer Gastarbeiter die 1970 als Bergarbeiter und 1971 als Krankenschwester von der Bundesrepublik Deutschland angeworben wurden. Hyun lebt seit 2008 in Berlin, promovierte 2018 zum Thema koreanische Arbeitsmigranten in Deutschland und heiratete im Dezember 2014 seine langjährige Freundin.

                                     

5. Olympische Winterspiele 2018

Das südkoreanische Organisationskomitee für die Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2018 POCOG bestellte Martin Hyun ab dem 1. Januar 2015 zum sporttechnischen Leiter im Bereich Eishockey und Sledge-Eishockey für die Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2018. Aufgrund seines sozialen Engagements und Engagements in der Völkerverständigung zwischen Deutschland und Korea wurde Hyun als Fackelläufer der XXIII. Olympischen Winterspiele ausgewählt. Beim 8:0-Sieg der schwedischen Eishockey-Frauen gegen das vereinte koreanische Team ertönte Mickie Krauses Schlager-Hit "Düp, Düp" aus den Lautsprechern. Hyun ließ Mickie Krauses Lied aus der Playlist streichen. Als die koreanische Nationalspielerin Randi Griffin, eine US-Amerikanerin mit südkoreanischen Wurzeln, in der Vorrunde beim 1:4 gegen Japan traf, den einzigen Treffer eines gesamtkoreanischen Teams bei Olympia, sicherte Hyun den historischen Puck, der nun in der kanadischen Ruhmeshalle Hockey Hall of Fame in Toronto, Kanada ausgestellt ist.

                                     

6. Auszeichnungen

  • 2014: Integrationspreis für außergewöhnliches Engagement im Bereich Integration, verliehen durch den türkischen Unternehmerverband SYNKO Synergie Köln e. V.5. Februar 2014
                                     

7. Bibliografie

  • Marvin Oppong Hrsg.: Migranten in der deutschen Politik VS-Verlag, Wiesbaden 2011, ISBN 978-3-531-17057-2. mit einem Beitrag von Martin Hyun
  • Lautlos-Ja Sprachlos-Nein: Grenzgänger zwischen Deutschland und Korea. Eb-Verlag, Hamburg 2008, ISBN 978-3-936912-84-5.
  • Ohne Fleiß kein Reis: Wie ich ein guter Deutscher wurde. btb-Verlag Random House, München 2012, ISBN 3-442-75343-0.
  • Aufgeben ist nicht mein Weg: Bildungswelten in der Einwanderungsgesellschaft. Bertelsmann Stiftung, Gütersloh 2008, ISBN 978-3-89204-982-1. mit einem Beitrag von Martin Hyun
  • Gebrauchsanweisung für Südkorea Piper Verlag, München 2018, ISBN 978-3-492-27724-2.
  • Karsten Krampitz, Heiko Werning Hrsg.: Heimat, Heimweh, Heimsuchung. Kramer, Berlin 2010, ISBN 978-3-87956-338-8. mit einem Beitrag von Martin Hyun
                                     
  • Kil - un 1940 südkoreanischer Schriftsteller Martin Hyun 1979 deutscher Eishockeyspieler Hyun Song Shin 1959 südkoreanischer Finanztheoretiker
  • Suk Hyun - jun 29. Juni 1991 in Chungju im deutschen Sprachraum bekannt unter der dort üblichen Namensreihenfolge Hyun - Jun Suk, ist ein südkoreanischer
  • der Krefeld Pinguine, Junioren - Nationalspieler und Schriftsteller Martin Hyun Hyuns Motivauswahl südkoreanischer Bergarbeiter auf die Briefmarke zu prägen
  • Die Initiative wurde im Jahr 2010 von Martin Hyun und Peter Goldbach gegründet. Der Schriftsteller Martin Hyun war der erste koreanischstämmige Bundesliga - Profi
  • GroSbritannien. Im Viertelfinale schlugen Hian und Limpele Yim Bang - eun und Kim Yong - hyun aus Südkorea mit 15: 1, 15: 10. Sie verloren im Halbfinale gegen Kim Dong - moon
  • GroSbritannien. Im Viertelfinale schlugen Limpele und Hian Yim Bang - eun und Kim Yong - hyun aus Südkorea mit 15: 1, 15: 10. Sie verloren im Halbfinale gegen Kim Dong - moon
  • Kil - un 1940 südkoreanischer Schriftsteller Hyun Martin 1979 deutscher Eishockeyspieler Hyun Song Shin 1959 südkoreanischer Finanztheoretiker
  • Teamgefährten waren u. a. der ehemalige DEL Profi der Krefeld Pinguine Martin Hyun und die Riddle Brüder, die von St. Louis und Minnesota gedraftet wurden
  • Svetolav Stoyanov und Victoria Wright aus Frankreich in der ersten und Kim Yong - hyun und Lee Hyo - jung aus Südkorea in der zweiten Runde. Im Viertelfinale schlugen
  • Frankreich 2: 3. Neben Hwang konnten noch die Qualifikanten Um Sang - pil und Kim Hyun - suk aus Korea, sowie die Vietnamesen Ma Xuang - Cuong und Nguyen Quoc - Nguyen
  • 12 - 10, 12 - 9 Korea Sud Bang Soo - hyun Indonesien Yuliani Santosa: 11 - 5, 11 - 5 Wales Felicity Gallup Mauritius Martine de Souza: 12 - 10, 11 - 6 Finnland
  • Silvia Delugan Laura Negrisoli Italien und verloren danach gegen Jung Hwa Hyun Park Jae Hyung Korea Am weitesten kamen Prause Praedel, die gegen Arup
                                     
  • China Volksrepublik Chen Jin China Volksrepublik Bao Chunlai Korea Sud Lee Hyun - il Danemark Kenneth Jonassen China Volksrepublik Zhang Ning China Volksrepublik
  • Jung - hyun mit dem Team B. Team A mit Shim Suk - hee gewann Bronze. Silber gewann die Curlingspielerin Kim Eun - bi. Mit ihrem norwegischen Partner Martin Sesaker
  • Fernsehen übertragen wurde. Im Finale der Herren zwischen Lin Dan und Lee Hyun - il kam es zu heftigen Streitereien zwischen dem koreanischen Coach Li Mao
  • Erhard Walther 1990 Stanley Brown 1993 Jürgen Bordanowicz 1994 Rolf Rose 1995 Hyun - Sook Song 1996 Anna Blume und Bernhard Blume 1997 Klaus Kumrow 1998 Andreas
  • Russland durch die IAAF nicht vertreten. Zunächst führte der Südkoreaner Kim Hyun - sub, der sich auf den ersten beiden Kilometern drei Sekunden vom Rest des
  • Kerry Jago, Kiril Stankow, Ingo Stadtmüller, Vladimir Askorskij, Hyun - Jin Yun, Martin Gärtner und Lukas Rommelspacher. Einstudiert und aufgeführt wurden
  • Asia, Says Frank. RealVideo, 9: 08 Minuten Columbia News Video Forum Martin Hyun Spekulationen ohne Erkenntnisgewinn. In: Deutschlandradio Kultur. 25
  • Identifikation fest bzw. gehen zumindest von einer gewissen Kontinuität aus. Hyun Jin Kim, der die Geschichte der Hunnen von einer asiatischen Perspektive
  • Online. 23. Oktober 2014, abgerufen am 19. Juli 2019. Martin Scorsese: Foreword. In: Kyung Hyun Kim Hrsg. Virtual Hallyu: Korean Cinema of the Global
  • Damian Błocki, Polen Platz zwanzig Kévin Campion, Frankreich Platz 24 Kim Hyun - sub, Südkorea Platz 26 Uuslan Dmytrenko, Ukraine Platz 27 Iwan Lossew
  • gegenüber. Dan gewann das Finale mit 21: 12 und 21: 8. Der Viertplatzierte, Lee Hyun - il aus Südkorea, scheiterte 2008 ebenfalls im Spiel um die Bronzemedaille
                                     
  • Steinhoff Swantje Lichtenstein Mark Fritsche Bleu Broode Hans Hoff Martin Hyun Volker Hein Markus Janke Frank Möbus Laura VoS Saskia Zeller
  • Connor Wojtek Czyz Justus Frantz und Orchester Maria Furtwängler Martin Hyun Günther Jauch Oliver Kahn Walter Kempowski Johannes B. Kerner
  • Boonsak Ponsana Achtelfinale Japan Sho Sasaki Viertelfinale Korea Sud Lee Hyun - il Achtelfinale Indonesien Simon Santoso Achtelfinale Deutschland Marc
  • 1988 in Seoul. Er sicherte sich dort vor Schiwko Wangelow Atanassow, An Dae - hyun Südkorea, Jenő Bódi, Ungarn, und Peter Behl, Deutschland, die Goldmedaille
  • den zwielichtigen Regisseur wird der Gesetzesbrecher auch der zierlichen Hyun - ju vorstellig, einer Freundin aus Schultagen. Byung - doo verliebt sich in
  • 2010, Regie: Tom Zenker, Buch: Jochen Pahl Episodenschauspieler: Nina Fog, Hyun Wanner, Marleen Lohse, Tonio Arango, Peter Kremer 4.7 Schrei nach Liebe
  • Volksrepublik China statt. Folgend die Ergebnisse im Herrendoppel. Korea Sud Ko Sung - hyun Lee Yong - dae Malaysia Koo Kien Keat Tan Boon Heong Danemark Mathias Boe

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