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ⓘ Literalität. Der Begriff Literalität ist verwandt mit dem englischen literacy, und wird als Fremdwort auch in der deutschen Sprache mit dieser Bedeutung verwend ..



Literalität
                                     

ⓘ Literalität

Der Begriff Literalität ist verwandt mit dem englischen literacy, und wird als Fremdwort auch in der deutschen Sprache mit dieser Bedeutung verwendet. Das Gegenstück, die illiteracy, wird aus dem Englischen entweder mit "Analphabetismus" oder "ohne Bildung" übersetzt. Das Fehlen einer, in einer Kultur verankerten, Lese- bzw. Schreibfähigkeit wird im deutschen Sprachraum als Illiteralität bezeichnet.

In der Fachsprache der Mediengenealogie bezeichnet Literalität ein Entwicklungsstadium der Schriftlichkeit, das gekennzeichnet ist durch eine literale Manuskript- und Inschriften-Kultur, also die handschriftliche Speicherung und Weitergabe von kulturellen Inhalten in textlich fixierter Form. Allerdings wird im Zuge der Beschäftigung mit mündlicher Literatur auch allgemeiner die Literaturkompetenz darunter gefasst.

Den terminologischen Gegensatz und den mediengenealogischen Vorläufer bildet die Oralität Mündlichkeit, den Anschluss das Typographeum bzw. die Gutenberg-Galaxis. Die Epoche der Literalität dauerte bis einschließlich des mittelalterlichen Skriptographeums an.

Marshall McLuhan nennt die Literalität auch literale Manuskript- und Inschriftenkultur, sie bedeutete die handschriftliche Speicherung und somit die wortwörtliche Weitergabe von kulturellen Inhalten in textlich fixierter Form. Schreiben, Schrift und Rechnen bilden die Grundlage von Tradition, Kultur und Bildung. Die Literalität bedeutete noch keinen harten Bruch der gesprochenen Rede, da Manuskripte laut vorgelesen wurden, allerdings bedeutete die Literalität eine steigende Dominanz optischer Reize, die eher als andere Sinneswahrnehmungen eine Grundlage für das Erkennen von Regeln und Gesetzmäßigkeiten liefern, was einen Vorschub leistete für kausale Zusammenhänge und mathematisches Denken. Die literale Manuskriptkultur war von Skriptorien gekennzeichnet, wodurch die Informationssammlung sehr zentralistisch war, da sie gebunden war an Bibliotheken und Klöster.

Untersuchungen zur Literalität stammen u. a. von Milman Parry, Eric A. Havelock, Jan Assmann und Walter Jackson Ong sowie Jack Goody und Ian Watt.

                                     

1. Theorie einer literalen Gesellschaft

Nach dem Ethnologen Jack Goody hatte die Erfindung der Schrift eine bisher nicht gekannte Auswirkung auf den menschlichen Geist; er spricht in The Domestication of the Savage Mind 1977, wo er die Auswirkungen der grafischen Repräsentation von Sprache auf kognitive Prozesse untersucht, von einer schriftinduzierten "Domestizierung des Geistes":

Havelock weist dagegen bereits in Preface to Plato 1963 und vor allem in Origins of Western Literacy 1976 sowie in The Literate Revolution in Greece and its Cultural Consequences 1982 darauf hin, dass nicht die Schrift an sich den entscheidenden Entwicklungsschritt darstellt, sondern vielmehr das Alphabet bzw. die Alphabetisierung der Schrift; dies führt ihn dann zu seiner These von der "Geburt der Philosophie aus dem Geiste der Schrift". Das wesentliche Charakteristikum der griechischen Alphabetschrift stellt nach Havelock deren Abstraktheit dar: Sie sei als einzige in der Lage, mündliche Rede unverkürzt, vollständig und fließend wiederzugeben.

Nach Goody und Watt war daher Griechenland "die erste Gesellschaft, die man als ganze mit Recht als literal bezeichnen kann".

Diese moderne Wertschätzung der Leistungen der griechischen Alphabetschrift mag überraschen, da die gesellschaftliche Bewertung der Schrift und des Schreibens in der griechischen Antike alles andere als positiv war: Platons Verdikte im Phaidros und im Siebten Brief sind ebenso vernichtend wie die des Aristoteles; man betrachtete die Schrift gegenüber der Sprache als etwas Äußerliches und damit von Wahrheit und Tugend noch weiter entferntes als die Sprache. Dennoch ermöglichte die griechische Schriftkultur beispielsweise in der Zeit um 500 v. Chr. bis 450 v. Chr. in Gortyn das älteste Stadtrecht Europas.

Umstritten ist dagegen die Einschätzung des bisher nicht entzifferten Diskos von Phaistós aus der kretominoischen Kultur, der auf das 17. Jahrhundert v. Chr. datiert wird, also aus einer Epoche stammt, die fast ein Jahrtausend vor der Entwicklung der griechischen Schrift liegt.

In Die Logik der Schrift und die Organisation von Gesellschaft untersucht Jack Goody die "langfristigen Wirkungen der Schrift auf die Organisation von Gesellschaft":

                                     

2. Geschichte der Schriftlichkeit

Das Mittelalter

Das christliche Mittelalter war eine mündlich geprägte Welt. Die Schrift wurde als eine Fortführung der Sprache verstanden, deshalb konnte Literalität nicht ohne Oralität existieren.

Juden

In der Regel sind jüdische Urkunden unterschrieben. Selbst die einfachsten Juden konnten hebräisch lesen und schreiben.

                                     

2.1. Geschichte der Schriftlichkeit Das Mittelalter

Das christliche Mittelalter war eine mündlich geprägte Welt. Die Schrift wurde als eine Fortführung der Sprache verstanden, deshalb konnte Literalität nicht ohne Oralität existieren.

                                     

2.2. Geschichte der Schriftlichkeit Das Buch

Das Schreibmedium Buch tendierte unübersehbar vom binnensystemspezifischen Kult- und Herrschaftsmedium, wie noch zu Anfang des Mittelalters, hin zum systemübergreifenden weltlichen Kultur- und Bildungsmedium für alle. Zu Beginn des Mittelalters waren Bücher lediglich Speichermedien und dienten vor allem als Gedächtnisstütze. Mündlich tradierte Geschichten wurden schriftlich festgehalten und bereits bestehende Bücher wurden kopiert bzw. transkribiert. Die entstandenen Werke wurden in weiterer Folge gelesen und auswendig gelernt, aber nicht interpretiert. Das Buch hatte also vor allem einen rituellen Charakter und nur innerhalb des sakralen Raums war es von Bedeutung; daher können Bücher im Mittelalter nicht als kulturell relevante Kommunikationsmedien aufgefasst werden.

Mit den Gründungen der Bettelorden und Universitäten wurde das Buch vom Kultgegenstand zum Arbeitsgerät "degradiert". Es wurde zum Träger der neuen Bildung, vom zentralen konservierenden Speichern zum instrumentellen Wissensbestand und diente als individuelles alltägliches Arbeitsmittel. Nicht mehr ausschließlich Mönche, Nonnen oder Kleriker waren Leser und Nutzer, sondern verstärkt Professoren und Studenten. Später kamen Adelige und schließlich sogar Stadtbürger hinzu. Das Buch im Rahmen einer großen Bibliothek sollte zur allgemein zugänglichen Wissensquelle für "jedermann" werden.

Schließlich kam es zum Medienwechsel und die ersten Wiegendrucke erschienen. Der Buchdruck wurde in weiterer Folge zum Leitmedium. Einige Wissenschaftler sehen den Erfolg des Buchdrucks maßgeblich für den epochalen Wechsel zwischen Spätmittelalter und früher Neuzeit.



                                     

2.3. Geschichte der Schriftlichkeit Die Bibliothek

Schon in der spätkarolingischen Zeit wurde der Bibliotheksverkehr "international". Im Laufe der Jahrhunderte begann ein lebhafter Kopier- und Tauschverkehr zwischen einzelnen Klöstern. Von den sechs Lüneburger Benediktinerklöstern aus dem 12. Jahrhundert ist beispielsweise bekannt, dass Bücher zum Abschreiben untereinander ausgetauscht wurden. Erst im Zuge der Entwicklung der Städte im Hochmittelalter, in Verbindung mit den Kathedralen, wurden auch die kirchlichen Bibliotheken für die Verbreitung des Mediums Buch wieder relevant. Eine Pfarrbibliothek auf dem Lande hatte bestenfalls 20 bis 30 Bücher, wurde aber gelegentlich durch Schenkungen oder Stiftungen erweitert. Die Zahlen schwanken sehr und sind oft nicht verlässlich. Die Dombibliothek in Köln beispielsweise soll im Jahr 833 immerhin 115 Werke in 175 Bänden enthalten haben, die Kathedrale in Durham im 12. Jahrhundert 241 Bücher, die Kathedrale von Rochester im Jahr 1202 ebenfalls 241 Bücher, die Christ Church Canterbury sogar rund 1300. Die Bibliothek des Bonifatius Abtei Fulda bestand um 747 aus 40 bis 50 Bänden und bildete eine Art Grundstock deutscher Klosterbibliotheken. Diese zählten selten mehr als 100 Bücher. Dass beispielsweise im bayrischen Kloster Niederalteich der Bibliotheksbestand in den Jahren 821 und 822 bereits 415 Bände umfasste, war eine von wenigen Ausnahmen. Eine sehr gut ausgestattete Klosterbibliothek konnte später allerdings zwischen 500 und 600 Bände aufweisen. Als größte Klosterbibliothek des Hochmittelalters gilt St. Gallen. Sie soll im 12. Jahrhundert rund 1000 Bände enthalten haben.

Der erste ausführliche Bibliothekskatalog stammt von der Reichenau um das Jahr 821. Nach diesem Katalog umfasst die Bibliothek damals über 400 Bände, die nach Autoren oder inhaltlichen Gruppen registriert sind. Neben der geistlichen Literatur, waren auch heidnische Autoren vertreten. Zudem gab es dort noch Schulbücher speziell zu den Septem Artes Liberales und speziellere Literatur etwa zur Jurisprudenz, zur Medizin oder zum Gartenbau.

In anderen Katalogen waren auch Enzyklopädien zu finden. Im Mittelalter entstandene wurden inhaltlich gruppiert nach den Septem Artes Liberales. Die einzige alphabetisch geordnete Enzyklopädie im Mittelalter ist in Byzanz zu finden Suda.

                                     

2.4. Geschichte der Schriftlichkeit Das Skriptorium

Der entscheidende Multiplikationsmechanismus für das Schreibmedium Buch war das mittelalterliche Skriptorium. Geoffroy von Sainte-Barbe-en-Auge formulierte um 1170 dazu sehr passend: "Claustrum sine armario est quasi castrum sine armamentario" ein Kloster ohne Schreibkammer ist wie eine Burg ohne Waffenkammer. Die Kopisten in den Skriptorien mussten nicht unbedingt lesen können, oder überhaupt des Lateinischen mächtig sein. Es genügte ein imitierendes Abmalen der Buchstaben. Im Durchschnitt schrieb ein Mönch pro Buch ein Jahr lang. Als Schreibmaterial wurde der Papyrus vom widerstandsfähigeren Pergament abgelöst. Das Material wurde teilweise im Eigenbetrieb der Klöster hergestellt: Pergament wurde aus Tierhäuten gefertigt. Benötigt wurden zudem Schreibgeräte und Tinte. Die Rohmaterialien, die Mönche im Zuge der Buchherstellung benötigten, waren sehr teuer. Deshalb wurden viele Texte mit einem Bimsstein abgekratzt und neu überschrieben. Das neu entstandene Buch wird Palimpsest genannt. Bücher wurden in den Skriptorien auch gebunden. Oft wurden auch mehrere Werke zu einem zusammengebunden, wenn sie sich thematisch ergänzten.



                                     

2.5. Geschichte der Schriftlichkeit Wichtige Ereignisse

Nach dem Untergang des römischen Imperiums drohte auch das geistige Erbe des Abendlandes unterzugehen. Lese- und Schreibkompetenzen gingen zurück und der Analphabetismus breitete sich in ganz Europa aus. Die Schrift war durch das Aufkommen des Feudalismus und durch die Rückentwicklung zum Gewohnheitsrecht kein notwendiges Gut mehr. Es gab jedoch drei Entwicklungsstufen im Frühmittelalter, die einer totalen oralen Welt entgegenwirkten: Benedikt von Nursia gilt als der Begründer des christlichen Mönchtums, deren Protagonisten die Hauptträger des mittelalterlichen Wissens waren. Zudem verfügte Benedikt, dass jedes Kloster seine eigene Bibliothek besitzen soll. 554 gründete Flavius Magnus Aurelius Cassiodorus das Kloster Vivarium und erweckte das erste Skriptorium zum Leben. In dieser Schreibstube wurden nicht nur christliche, sondern auch heidnische bzw. weltliche Handschriften abgeschrieben. Nur so konnte die antike Literatur überleben und tradiert werden. Der dritte große Schritt war das karolingische Bildungsprogramm – auch als Karolingische Renaissance bezeichnet – unter der Führung Karls des Großen. Er verfügte 789 in seiner "Admonitio generalis" u. a., dass jedes Kloster neben einer Bibliothek auch eine Schule besitzen sollte. Es ist vor allem diesen Personen zu verdanken, dass das kulturelle Erbe der Antike in Westeuropa erhalten blieb.

Als wegweisend für die heutigen Formen der Wissenschaft gilt das Aufkommen der Universitäten im Spätmittelalter. Das aufstrebende Paris Sorbonne ging 1150 als Vorbild voran und es folgten zahlreiche Neugründungen. Zwischen 1030 und 1500 gab es über 70 Universitätsgründungen. Die Bildungsgrundlage für alle mittelalterlichen Universitäten waren die Septem Artes Liberales. Für die Ausübung jeder Wissenschaft und auch für das Verstehen und Interpretieren jedes wissenschaftlichen Textes waren Lese- und Schreibfähigkeiten unerlässlich.

                                     

2.6. Geschichte der Schriftlichkeit Träger der Schrift

Obwohl in dieser Epoche der Anteil der Schriftträger im Verhältnis zum Laientum verschwindend klein war, zeigt die steigende Anzahl der Quellen vom Früh- bis zum Spätmittelalter eine ständige Zunahme der Schriftlichkeit. Neben Mönchen wurden kontinuierlich auch Adelige und Stadtbürger zu Trägern der Schrift.

                                     

2.7. Geschichte der Schriftlichkeit Klerus

Literaten waren im Allgemeinen die Männer der Kirche und des Klosters, denen auch das ganze Schreibwerk der Kanzleien von den Fürsten übertragen und überlassen wurde. Der Großteil mittelalterlicher Literaten waren Mönche. Die meisten von ihnen hatten jedoch nur ein Mindestmaß an Schreib- und Lateinkenntnissen. In der frühen Mönchsregel des Pachomius heißt es: "Omnis qui nomen vult monachi vindicare, litteras ei ignorare non liceat" wer als Mönch gelten will, darf kein Analphabet sein. Tatsächlich waren aber selbst unter den Mönchen massenweise Analphabeten zu finden.

Das kanonische Recht besagt: Wer ein Illiterat sei, sollte kein Kleriker werden. Unter Illiteralität verstand man in jener Zeit die alleinige Fähigkeit des Lesens von Texten. 1291 konnte im Kloster Murbach in Elsass kein einziger Mönch schreiben. Im Kloster Sankt Georgen im Schwarzwald konnte um 1313 nicht einmal der Abt schreiben. Selbst in Monte Cassino waren von den dreißig angehörigen Mönchen sechs des Schreibens nicht mächtig. Auch bei den mittelalterlichen Bischöfen ist mittlerweile bekannt, dass viele schreibunkundig waren. Zwischen lesen und schreiben lernen unterschied man sehr stark. Ab dem 14. Jahrhundert erlangten schließlich immer mehr Kleriker die Fähigkeit des Schreibens.

                                     

2.8. Geschichte der Schriftlichkeit Adel

Die Laien bis zum höchsten Adel waren zumeist Illiteraten bzw. Idiotae unwissende Menschen. Lese- und Schreibkompetenzen waren selbst unter den einflussreichsten Persönlichkeiten des frühen Mittelalters nicht sehr weit verbreitet. Ausnahmen bildeten Herrscher, die zuerst eine geistliche Karriere einschlugen, bevor sie unerwartet die Königskrone übernehmen mussten. Adelsfamilien hatten zwar eigene schriftliche Traditionen und Bildungsformen, aber sie waren nur ausnahmsweise lesefähig; am ehesten noch die adeligen Frauen.

Die meisten mittelalterlichen Herrscher, selbst Könige und Kaiser, konnten also weder lesen noch schreiben. Ebenfalls wenige beherrschten Latein oder gar richtige Grammatik auf Grund der Vielzahl von Dialekten, die Völkerwanderung mit sich brachte. Theoderich der Große hatte beispielsweise nicht einmal eine eigenhändige Unterschrift. In der weströmischen Antike war das selbstständige Unterschreiben noch verbreitet; im Mittelalter hingegen benötigten die Laien Hilfswerkzeug. Theoderich verwendete eine Schablone mit dem Inhalt "legi" ich habe gelesen. Der Hausmeier Karlmann unterzeichnete seine Urkunden mit einem Kreuz, sein Bruder Pippin mit einem Vollziehungsstrich. Die allgemeine Notlösung wurde bald das Siegel. Es wurde zum Ausdruck einer schriftunkundigen Zeit.

Dennoch sind im Frühmittelalter Herrscher zu finden, die sich weiterbildeten: Der Merowinger Childerich III. notierte verschiedene Dialekte und versuchte neue Lautzeichen in seiner Sprache einzuführen. Karl der Große konnte zwar nicht lesen und schreiben, war aber des Lateinischen mächtig. Sein Sohn Ludwig der Fromme konnte unterschreiben. Von dessen Nachfolger wiederum Ludwig der Deutsche ist eine Unterschrift erhalten siehe rechts. Die Ottonen konnten zumindest lesen. Heinrich II. war einer der ersten Könige, der lesen und schreiben konnte. Friedrich Barbarossa hat erst im fortgeschrittenen Alter lesen gelernt. Sein Nachfolger Friedrich II. förderte die Wissenschaft und war selbst sehr lesekundig. Er lebte in Sizilien, an der Schnittstelle zwischen christlicher und islamischer Kultur. Nach ihm gab es wieder eine schriftlose Periode für das Kaiser- und Königtum. Erst durch Karl IV. besserte sich die Situation wieder. Der römisch-deutsche Kaiser war ein gebildeter Herrscher und genoss seine Ausbildung in Paris. Er verfasste zudem selbst eine Autobiografie. Friedrich III. führte sogar ein eigenes Notizbuch. Sein Sohn Maximilian I. – schrieb auch eine Autobiografie – gab an, dass er aus eigenem Antrieb lesen und schreiben gelernt hatte. In der folgenden Neuzeit wurde es für den Adel selbstverständlich, schreiben und lesen zu können.



                                     

2.9. Geschichte der Schriftlichkeit Ritterstand

In Verbindung mit mittelalterlicher Geschichte war schon immer der Mythos des dichtenden Ritters vorhanden. Ulrich von Lichtenstein stilisiert sich in seiner Minnesängerbiographie als jemand, der nicht lesen könne. Er erzählt mit ironischer Absicht?, dass er einen Brief seiner Geliebten 10 Tage mit sich trug, ohne dessen Inhalt zu kennen, da kein lesekundiger Schreiber in seiner Umgebung war. Auch Wolfram von Eschenbach behauptet von sich, keine Kenntnis der Buchkultur zu besitzen, obwohl er intensiver als andere höfische Dichter auf schriftliche Quellen zurückgriff. Zumindest Hartmann von Aue und Gottfried von Straßburg bildeten die Ausnahme: beide konnten lesen, vermutlich nicht nur deutsche, sondern auch französische und lateinische Texte.

                                     

2.10. Geschichte der Schriftlichkeit Frauen

Junge Mädchen wurden von ihren Familien gern zur Ausbildung ins Kloster geschickt, daher gab es auch sehr viele schriftkundige Frauen im Mittelalter. Unter den Adelsgeschlechtern waren sie wahrscheinlich gebildeter als die Männer, weil sie einfach mehr Zeit für Bildung hatten. Einflussreich waren jedoch nur wenige. Eine Ausnahme war z. B. Christine de Pizan. Sie hatte mit ihren Büchern sogar wirtschaftlichen Erfolg.

                                     

2.11. Geschichte der Schriftlichkeit Juden

In der Regel sind jüdische Urkunden unterschrieben. Selbst die einfachsten Juden konnten hebräisch lesen und schreiben.

                                     
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