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ⓘ GraSmannsches Gesetz, Sprachwissenschaft. Das Graßmannsche Gesetz ist eine von dem Mathematiker und Sprachwissenschaftler Hermann Graßmann für die indogermanisc ..



                                     

ⓘ GraSmannsches Gesetz (Sprachwissenschaft)

Das Graßmannsche Gesetz ist eine von dem Mathematiker und Sprachwissenschaftler Hermann Graßmann für die indogermanische Sprachwissenschaft 1863 nachgewiesene phonetische Dissimilationsregel.

                                     

1. Aussagen

Das Gesetz gilt für das Altindoarische sowie für das Altgriechische und besagt: Bei einer mittelbaren Aufeinanderfolge zweier aspirierter Verschlusslaute verliert der erste die Behauchung.

Die Regel zeigt sich vor allem bei der Reduplikation von Verbalwurzeln. Von ved. dhā- 3. Klasse z. B. lautet der Präsensstamm nicht * dhá-dhā-mi 1. Person Singular, sondern dádhāmi. Im Altgriechischen betrifft die Regel die Tenues tonlosen aspiratae θ th, φ ph, χ kh sowie h spiritus asper. Die bis auf den Reduplikationsvokal dem vedischen Beispiel entsprechende Form lautet τί-θη-μι, tí-thē-mi ich setze’ entstanden aus * θί-θη-μι, thí-thē-mi. Auch das Präsens ἔχω, ékhō ich habe’ hat so sein älteres anlautendes h verloren, * ἕχω, hékhō. Erhalten geblieben ist h jedoch im Futur ἕξω, héxō ich werde haben’ aus * hékhsō, weil das aus * khs entstandene ξ, x unbehaucht und somit die Graßmannsche Bedingung nicht erfüllt ist. Die indische und die griechische Aspiratendissimilation haben unabhängig voneinander stattgefunden, im Griechischen erst nach dem Übergang von * dh, *bh, *gh > th, ph, kh.

                                     

2. Beispiele aus dem Altgriechischen

  • θ άπτω Stamm: θαφτ- ich begrabe; Präs. vs. ἐ τ άφην ich wurde begraben, Aorist
  • φ εύγω ich fliehe; Präs. vs. π έφευγα ich bin geflohen, Perfekt
                                     
  • GraSmannsches Gesetz bezeichnet ein Gesetz der Indogermanistik, siehe GraSmannsches Gesetz Sprachwissenschaft Gesetze der Farbenlehre, siehe graSmannsche
  • mit der Zeit geändert wird. GraSmannsches Gesetz Sprachwissenschaft eine für die indogermanische Sprachwissenschaft 1863 nachgewiesene phonetische
  • GraSmann - Mannigfaltigkeit GraSmannscher Entwicklungssatz Grassmann - Plücker - Relation GraSmannsches Gesetz Sprachwissenschaft GraSmann - Identität GraSmann - Zahl
  • Akzent, wie die bisherige Reihenfolge sie ja voraussetzt. GraSmannsches Gesetz Sprachwissenschaft Neville E. Collinge: The Laws of Indo - European. Amsterdam
  • ging und den anderen erwähnten Gruppen erhalten blieb. GraSmannsches Gesetz Sprachwissenschaft Wolfram Euler, Konrad Badenheuer: Sprache und Herkunft
                                     
  • GraSmann - Algebra GraSmannsche Gesetze Farbenlehre GraSmannscher Entwicklungssatz Ableitung der Krystallgestalten aus dem allgemeinen Gesetze der Krystallbildung

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